
3 Walnüsse für Aschenbrödel
- Katrin

- vor 5 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden
… oder waren es Haselnüsse,? Wieauch immer, in diesem Beitrag geht es nicht um die Nuss, es geht um die Blätter. Denn auch im Sommer hält der Walnussbaum einiges für uns bereit. Zum einen ist es der Schatten, den seine Krone spendet, zum anderen sind es die Blätter, die der Gärtner so lästig findet, doch sie können im Sommer tatsächlich nützlich sein.
Warum findet der Gärtner die Blätter lästig?
Wer einen Walnussbaum hat, der wird jedes Jahr im Herbst mit einem Haufen Laub fertig werden müssen, das in großen Mengen den Kompost schwer belastet.
Schuld daran sind die Gerb - und Bitterstoffe, die die Zersetzung nur langsam voran kommen lassen.
Sind Gerb- und Bitterstoffe auch nützlich?
Ja, das sind sie für unseren inneren Kompost im Darm :) und da aus vielen Gemüsesorten diese Stoffe herausgezüchtet wurden, damit sie besser schmecken, (z.B. beim Chiccoree), sind die Blätter, bzw ein Aufguss daraus eine wertvolle Quelle.
Ein Sud oder Tee daraus wirkt stark entzündungshemmend, antibakteriell und adstringierend (zusammenziehend). Er kann äußerlich und innerlich angewendet werden.
Auch weitere Inhaltsstoffe wie Vitamin C, ätherische Öle und Flavonoide sind darin enthalten, so dass man zusätzlich von einer antioxidativen und gefäßschützenden Wirkung ausgehen kann. Den Hauptbestandteil besonders in den frischen Blättern, bilden die Gerbstoffe, sogenannte Tannine. Sie wirken stark entzündungshemmend und adstringierend (zusammenziehend), während die Bitterstoffe das Wachstum von Pilzen hemmen sollen. Sie sorgen auch für eine bessere Verdauung, entlasten die Leber und regulieren den Blutzuckerspiegel.
Was heißt das für uns?
Das komplexe Zusammenspiel der antibakteriellen, entzündungshemmenden und zusammenziehenden Eigenschaften macht eine Abkochung aus den Blättern wertvoll für die Haut. Umschläge, in Walnussblättersud getränkt, sind hilfreich bei Ekzemen und Akne, aber auch bei Insektenstichen und Sonnenbrand. Die Inhaltsstoffe beruhigen die Haut und machen sie im weiteren Verlauf auch widerstandsfähiger.
Wird der Sud zum Haarewaschen / als Haarspülung verwendet, kann das schnell fettenden Haaren entgegenwirken. Vorsicht ist insoweit geboten, da es auf Haaren und Wäsche bräunliche Färbung hinterlässt.
In früheren Zeiten färbte man mit den Blättern und den Schalen der Nüsse Stoffe.
In der Volksmedizin wird der Tee aus den Blättern bei Erkältungskrankheiten und zur Blutreinigung angewendet. Die stark adstringierende Wirkung macht ihn wertvoll bei übermäßigen Schwitzen, sei es in den Wechseljahren oder bei großer Hitze. Bei Schweißfüßen kann ein Fußbad Linderung bringen.
Fazit
Es lohnt sich also, im Frühjahr ein paar Blätter oder Zweige des Walnusstrauches abzuschneiden um ihre wertvollen Inhaltsstoffe zu nutzen. Und wird der Sommer auch nur für ein paar Tage unerträglich heiß, bieten die Blätter, bzw die Abkochung daraus, eine natürliche Hilfe bei juckenden Mückenstichen oder schmerzendem Sonnenbrand. Und wer über den Tag verteilt zwei, drei Tassen des doch recht schmackhaften Tees trinkt, der wird nicht so viel schwitzen.
Wann probierst Du den Walnussblättertee?
Quellen:
https://utopia.de
https://beetfreunde.de
https://kostbarenatur.net









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