
Indikation und Kontraindikation
- Katrin

- 24. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Juli
Inhalt
Indikation
Für wen sind Massagen empfohlen?
Massagen im Wellnessbereich (also ohne medizinische Indikation), dienen zur Vorbeugung von verspannungsbedingten Beschwerden und deren Folgen. Sie mobilisieren den Körper, wirken muskulären Ungleichgewichten entgegen und sorgen so für ein besseres Körpergefühl. Eine Massage kann Körper und Geist mehr in Einklang bringen und damit die Lebensqualität verbessern.
Denn entspannte und gut durchblutete Muskulatur hat viele positive Effekte auf den Körper, die zwar nicht riesig sind, doch sie sind da.
Neben einer verbesserten Körperwahrnehmung werden wir auch leistungsfähiger und weniger anfällig für kleine Infekte. Das liegt zum größten Teil daran, dass unser Körper Schlacken besser über das Bindegewebe ausleiten kann. Und das wiederum lässt die Haut lebendiger und gesünder wirken.
Wer kann eine Massage vertragen?
Jeder Mensch, der viele Stunden am PC arbeitet,
jeder Mensch, der zu lange sitzt (Kraftfahrer, Schüler! u.a.)
jeder Mensch, der zu lange steht (Lehrer, Köche u.a.)
jeder Mensch, der sich viel kümmern muss (Reinigungskräfte, Pflegepersonal, Mütter u.a.)
quasi jeder Mensch, es sei denn, es liegt eine Kontraindikation vor.
Kontraindikation
Wer sollte Abstand nehmen von einer Massage?
Unter bestimmten Umständen ist es ratsam, von einer Massage Abstand zu nehmen.
Das ist vor allem der Fall bei Herz- Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Krampfadern oder Herzinfarkt, bei hochgradiger Osteoporose und bei Tumoren. Auch bei Fieber wird nicht massiert. Menschen mit Psychose sollten sich nicht ohne triftigen Grund auf eine Massage einlassen.
Wer an Hautkrankheiten leidet (Neurodermitis, Schuppenflechte), sollte den Masseur im Vorfeld darauf hinweisen. Stark erkrankte Stellen der Haut können nicht behandelt werden. Unverträglichkeiten vo bestimmten Salben oder Ölen werden natürlich immer berücksichtigt.
Kleine Infekte oder allgemeines Unwohlsein können eine Besserung durch die Massage erfahren, jedoch nur, wenn die körperliche Gesamtsituation das zulässt. Wer schon „ein paar Tage was mit sich rumschleppt“, gehört ins Bett (oder vorher kurz zum Arzt), aber keinesfalls auf die Massagebank.
Schwangere sollten natürlich den Masseur über ihre Schwangerschaft informieren. In den ersten 3 Monaten sollte der untere Rücken nicht in die Massage mit einbezogen werden, um das Risiko einer möglichen Fehlgeburt nicht herauszufordern. Im weiteren Verlauf einer normalen Schwangerschaft kann man Massagen in der Tegel ohne Risiko genießen.
Nebenwirkungen
Neben der gewünschten Wirkung können Massagen auch unerwünschte Nebenwirkungen haben.
Hierzu zählen: leichter bis mittelstarker Muskelkater am nächsten Tag oder eine vorübergehende Erstverschlimmerung. Diese sind in der Regel nur kurzzeitig und verschwinden sehr schnell von selbst wieder. Der Muskelkater wird oft sogar als angenehm empfunden, man spürt, dass Etwas in Bewegung kommt. Falls nötig schafft ein warmes Bad Abhilfe, möglichst mit entspannenden Zusätzen wie Rosmarin oder Arnika. Auch Wärmeanwendungen (Kirschkernkissen, Rotlicht) sind möglich.
Auch leichter Schwindel kann unmittelbar nach der Massage auftreten, wenn der Stoffwechsel durch die Massage eine ungewohnte Aktivierung erlebt. Hier hilft eine kurze Pause und langsames Aufstehen von der Liege. Wem schwindelig wird nach der Massage, der sollte kurz noch sitzen bleiben und ein Glas Wasser trinken. Auch das Benetzen von Gesicht, Händen und Unterarmen mit kaltem Wasser kann den Kopf wieder klarer machen.
Diese Nebenwirkungen können als harmlos betrachtet werden, wenn sie nur kurzzeitig auftreten und nach dem Abklingen nicht wiederkehren.
Durch die verstärkte Durchblutung nach der Massage kann der Blutdruck kurzzeitig und harmlos ansteigen (wie auch bei sportlicher Betätigung). Bei gesunden Menschen ist das vorübergehend und in der Regel nicht störend.
Sollten sich jedoch Probleme daraus ergeben, ist ärztlicher Rat einzuholen. Personen, bei denen hoher Blutdruck bekannt ist, sollten vor der Massage ärztlichen Rat einholen. (Kontraindikation)
Neben der körperlichen Wirkung kann eine Massage mehr oder weniger stark auf das Gemüt und die Psyche wirken. Personen, deren Verbindung zu sich selbst sehr labil ist (psychisch Kranke), sollten von einer Massage Abstand nehmen. (Kontraindikation)
Für die meisten Menschen jedoch ist die Wirkung der Massage auf die seelische Verfassung sehr positiv.
Fazit
Massagen werden von den meisten Menschen gut vertragen, jedoch können je nach Verfassung mitunter auch Zustände auftreten, die eine Unsicherheit oder Unwohlsein hervorrufen können.
Eine gute Beratung und die richtigen Fragen sorgen in einem solchen Fall für Klarheit. Um eine Massage sicher und vollumfänglich genießen zu können, ist ein geschulter Masseur unerlässlich.








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